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Der Auftrag

Der Anfang vom Ende?

War es der Einstieg über die Lesung in der Synagoge? Am heutigen erfüllt sich die Prophetie der Schrift. Die Jesaja Schriftrolle, die den Auftrag Jesu vor Zeiten angepriesen hat!

Ist es das, was jede Berufung ausmacht:

„Der Geist des Herrn ruht auf mir, weil er mich berufen und bevollmächtigt hat.“ Lukas 4,18

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Jesus wurde vorbereitet.

40 Tage in der Wüste ohne was zu essen. Extreme geistliche Auseinandersetzung mit dem Feind Gottes. Er hatte eine Wahl getroffen für seinen beruflichen Weg. Lasst es mich mal so ausdrücken.

Nach dieser Orientierungszeit wanderte Jesus durch die Dörfer Israels. Wie gewohnt ging er in die Synagoge um zu lehren. Die Menschen mochten ihn, er verstand was von der Thora.

In seiner Heimatgemeinde Nazareth tat er gleich so. Es war wohl Sitte, dass Männer etwas vorlesen. Was Jesus dann vorzulesen bekam, war gegründet in dem Heilsplan Gottes des Vaters.

Der Heilsplan Gottes

Er las aus der Schriftrolle des Propheten Jesaja, Kapitel 61:

Jesus liest aus Jesaja 61
Jesus liest seinen Auftrag aus Jesaja 61 in der Synagoge laut vor

Bild von falco auf Pixabay

Gute Botschaft vom zukünftigen Heil

1 Der Geist des Herrn, HERRN, ist auf mir; denn der HERR hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen,

2 auszurufen das Gnadenjahr des HERRN und den Tag der Rache für unsern Gott, zu trösten alle Trauernden,

3 den Trauernden Zions Frieden, ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen (Anmerkung: große Bäume) der Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des HERRN, dass er sich durch sie verherrlicht.

4 Sie werden die uralten Trümmerstätten aufbauen, das früher Verödete wieder aufrichten. Und sie werden die verwüsteten Städte erneuern, was verödet lag von Generation zu Generation.

5 Dann werden Fremde dastehen und eure Schafherden weiden, und Ausländer werden eure Bauern und eure Weingärtner sein.

6 Ihr aber, ihr werdet Priester des HERRN genannt werden; Diener unseres Gottes wird man zu euch sagen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen genießen und mit ihrer Herrlichkeit euch brüsten

7 Weil ihre Schande doppelt war und sie Schmach besaßen als ihr Erbteil[8], darum werden sie in ihrem Land das Doppelte besitzen; ewige Freude wird ihnen zuteil.

8 Denn ich, der HERR, liebe das Recht, ich hasse den Raub mitsamt dem Unrecht. Und ich werde ihnen ihren Lohn in Treue geben und einen ewigen Bund mit ihnen schließen.

9 Und ihre Nachkommen werden bekannt werden unter den Nationen und ihre Sprösslinge inmitten der Völker. Alle, die sie sehen, werden erkennen, dass sie Nachkommen sind, die der HERR gesegnet hat.

10 Freuen, ja, freuen will ich mich in dem HERRN! Jubeln soll meine Seele in meinem Gott! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart] mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt.

11 Denn wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten seine Saat aufsprossen lässt, so wird der Herr, HERR, Gerechtigkeit und Ruhm aufsprossen lassen vor allen Nationen.

Text aus Jesaja direkt hier: https://www.bibleserver.com/ELB/Jesaja61

Das hat Jesus vorgelesen.

Das Buch zugerollt und sich auf einen Platz gesetzt und gewartet. Die Besucher der Synagogen waren gespannt und schauten erwartungsvoll auf Jesus.

Dann sprach er: „Ja, das, was ich vorgelesen habe, ist ab jetzt gültig. Ab heute, jetzt.“

Die Leute stimmten ihm zunächst wohlwollend zu. Jesus war bekannt als guter Lehrer, der legt die Schrift bestimmt gemäß den Gelehrten aus. Als sie merkten, das Jesus mit ganz anderer Vollmacht sprach, kamen ihnen Bedenken. Äh, der ist doch von hier, der Sohn vom Josef und was redet er da eigentlich? Er meint, er könne sich was herausnehmen und Gott spielen. Was der Prophet vor 800 Jahren aufgeschrieben hat, will der jetzt auf sich beziehen? Moment mal, da hebt sich einer aber auf einen Sockel, der ihm nicht zusteht.

So – das zu der Berufungsgeschichte des Meisters. 40 Tage Vorbereitung mit fasten und geistlichem Kampf. Mit Versuchung, Widerstand und letztlich dem Überwinden.

Er gab Gott die Ehre, um seinen Auftrag zu erfüllen. Solange es allgemein blieb großer Zuspruch. Doch als es zur Sache ging – tödliche Ablehnung, .

„Egal wie die Leute drauf sind, ich führe meinen Auftrag aus“,

möge Jesus gedacht haben. Er wusste was auf ihn zukam, er hat es nicht nur geahnt. Um die Konfrontation perfekt zu machen, gab er noch ein paar Beispiele der alten Propheten, die ebenfalls abgelehnt wurden. Er sprach so lange bis die Menge durchdrehte und ihn einem steilen Abhang hinunterwerfen wollte. Jesus ging seelenruhig durch die aufgebrachte Menschenmenge von dort weg. Seine Zeit war noch nicht gekommen.

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