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Innerer Frieden

Der Frieden den nur eine vollständige Hingabe geben kann.

Meinen Frieden gebe ich euch


27 Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. 

Johannes 14,

Private Story

Wie im Teil 2 des Themas Hingabe möchte ich hier eine private Story mitteilen.

Im Alter von 60 gabe es Unsicherheit, innere Unruhe und wenig Zuversicht. Der Glaube sollte sich erst bewähren.
wer zuletzt lacht, lacht am besten
Der Mensch denkt und Gott lenkt.
Zitat Dieter Lang: „Der Mensch dachte und Gott lachte“.

Damit zeige ich Schwäche, aber keine Scham, hätte ich am liebsten geschrieben. Leider ist aber das Schamgefühl noch vorhanden. Dennoch erlange ich Frieden im Glauben. Trotz des Gedankens meine Pflicht nicht erfüllen zu können. Nicht weil ich nicht will, sondern weil mir etwas anderes wichtiger erscheint und ich doch von einer gewissen Unruhe umtrieben wurde.

Trotz des Gedankens als Faulenzer zu gelten.

Ein Mensch der nicht in dieses System passen will.

Das sind die tieferen Gedanken, die mich quälten.

Kann Gott mich versorgen, wenn ich für ihn arbeite?

Was ist das für Arbeit, die weltlich unpassend scheint?

Einschätzung meiner Gaben und Befähigungen.

Wer braucht Seelsorger? Gut zuhören ist eine Kunst. Erzähl mir deine Leidensgeschichte. Ich könnte als Sozialarbeiter arbeiten. Wäre vermutlich ok. Das wäre dann Büro mit administrativer Arbeit. Menschen besuchen, oder Leute kommen zu mir. Ich kann mal vom Schreibtisch aufstehen und hinaus zu Ratsuchenden fahren und diese beraten. Habe Kontakt zu Ämtern und würde die bürokratischen Belange klären können. Menschen helfen in einem System klarzukommen, das bestimmte Vorgaben und Gesetze zu erfüllen hat. Gesetzestexte und Vorgaben machen mir keine Angst. Sogenanntes Beamtendeutsch ist manchmal holperig aber auf Nachfrage wurde mir stets freundlich Auskunft gegeben. Menschen die damit Schwierigkeiten haben kann ich unterstützen. Das macht mir Spaß.

Ein wenig viel zu spät?

In knapp einer Woche werde ich 62 Jahre alt. (Jahrgang 1958)

Jung kann man ja nicht mehr sagen. Zahlen lügen nicht :-). Ein wenig viel spät, oder nicht? Was kann ich jetzt noch unternehmen, um in einen solchen Beruf hineinzukommen? Wer bezahlt mich? Wer gibt mir eine Chance, in einem Alter wo die meisten Menschen an die Rente denken? Ich nicht. Erstens zu wenig los und zweitens zu wenig Geld. Es ist noch so viel zu tun. Von mir. Denn wozu ich geboren wurde, muss erst noch erfüllt werden. Es wäre zu wenig, wenn es gar nicht mehr zustande käme. Deshalb suche ich nach Möglichkeiten in meine Berufung zu kommen. Spätberufen sozusagen. Gott möge helfen.

PS. Ein Ehrenamt kann jemand tun, der bereits ein erfülltes Leben hinter sich hat. Das wäre in der Maslowsche Bedürfnispyramide die Spitze. Dort angelegt geht es nur noch um Selbsterfüllung und höhere Transzendenz. Kann man bei Wikipedia gerne nachlesen. Mache hier mal keinen Link. Wen’s interessiert gebe Abraham Maslow bei Wikipedia ein.

Selbsterfüllung ist nicht das was ich meine. Vom Alter her wie gesagt ist das für viele möglich. Von meinem geworden sein ist es für mich leider nicht. Wer wie ich 40 Jahre kreuz und quer durch die Wüste und Sandstürme seines Lebens getappt ist, sollte doch noch am Ende der Reise in einem guten Land ankommen. Die Hoffnung stirbt nie. (Der Spruch geht zwar „die Hoffnung stirbt zuletzt“, aber sinngemäß soll es noch deutlicher damit ausgesprochen sein).

Was anderes machen

Zum Beispiel:

In meiner jetzigen Lebensphase, in der meine erwachsenen Kinder das Elternhaus verlassen haben, wollte ich mich in meiner Freizeit wieder mehr kreativ-künstlerisch betätigen und das am liebsten mit Christen und christlichen Inhalten. Inzwischen treffen wir uns in meiner Gemeinde einmal im Monat zum „BibleArtJournaling“. Das heißt, wir suchen uns einen Bibeltext aus, beten gemeinsam, tauschen uns aus, was der Text uns sagt. Der Bibelvers ist dann Ausgangspunkt für eine Collage oder Zeichnung mit den unterschiedlichsten Stilmitteln. Bei unserem ersten Treffen ist mir besonders 1. Johannes 1,3 ins Auge oder besser ins Herz gefallen, der so gut zu diesem Beitrag passt: „Was wir gesehen und gehört haben, das verkündigen wir auch euch, damit auch ihr mit uns Gemeinschaft habt; und unsere Gemeinschaft ist mit dem Vater und mit seinem Sohn Jesus Christus.“

https://www.erf.de/themen/leben/vier-wege-aus-der-einsamkeit/

Das ist ein Auszug aus einem Beitrag von Lucia Ewald, Kulturanthropologin und Journalistin, arbeitet seit zehn Jahren als Redakteurin bei ERF Medien. Abgerufen am 4.6.20 16:25 Uhr.,

Der im Artikel genannte Kreative Umgang mit einer Berufung kann hier nachgeschaut werden https://bibleartjournaling.de/

Kommentar:

Mein erste Eindruck war ein Schreck. Machen die Kleckse auf die Bibelseiten? Ich guck mir das genauer an, weil die Idee Kreativität als Sprache für eine Bibelübersetzung zu nutzen, finde ich gut. Vielleicht kann ich ja noch was dazu lernen?

Bibel kreativ gestalten, intensive Wortbetrachtung
Kreative Bibel-Wort-Betrachtung auf besondere Art

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